
Long COVID-News
Wir recherchieren und veröffentlichen aktuelle, qualitätsgesicherte Informationen zum Stand der Forschung und zu Therapie- und Rehabilitationsmöglichkeiten beim Long COVID-Syndrom.
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Projekt AmRe-LoCO – Digital unterstützte ambulant-medizinische Rehabilitation beim Long COVID-Syndrom im Lahn-Dill-Kreis (Hessen)
In der randomisiert kontrollierten Interventionsstudie werden zwei Gruppen von Patient*innen untersucht. Die Interventionsgruppe erhält ein digital unterstütztes, hybrides Versorgungskonzept bestehend aus ambulanten Leistungen regionaler Kooperationspartner. Dazu zählen Rehabilitationssport, Psycho- und Ergotherapie, Selbsthilfe sowie ein Zugang zur Telemedizin-App. Die Kontrollgruppe wird im Rahmen der ambulanten Regelversorgung betreut. Da es sich um eine regionale Studie des mittelhessischen Lahn-Dill-Kreises handelt, werden Interessierte gebeten, vorab die Einschlusskriterien auf der AmRe-LoCO Homepage prüfen.
Mehr unter https://www.amreloco.de/.
„SLEEP-NEURO-PATH“-Studie am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in Kiel sucht ME/CFS-Betroffene
Ziel der Studie ist es, postinfektiöses ME/CFS besser zu verstehen, um neue diagnostische und therapeutische Ansätze zu finden. Besonderes Augenmerk liegt auf den biologischen Mechanismen hinter den Schlafveränderungen bei ME/CFS. Geplant sind zwei Nächte in einem Schlaflabor mit einem ärztlichen Gespräch und einer körperlicher Untersuchung. Nach einem Jahr wird bei den Betroffenen der gleiche Untersuchungsgang noch einmal wiederholt. Für die Teilnahme wird eine Aufwandsentschädigung von 180 EURO pro Untersuchungsgang ausgezahlt. Bedingung ist das Vorliegen der Diagnose ME/CFS in Folge einer Infektionserkrankung (COVID-19 oder andere). Interessierte wenden sich per E-Mail an Dr. Anjuli Ahlf-Scheffler unter anjuli.ahlf-scheffler@uksh.de. Ab 01.12.2025 bitte Kontaktanfragen an saralena.weinhold@uksh.de oder julia.lechinger@uksh.de senden.
Studie zu Ausdauertraining bei Post COVID in Magdeburg
Das Universitätsklinikum Magdeburg erforscht den Nutzen von Ausdauertraining für Post COVID-Betroffene, um Therapien zu verbessern und die Lebensqualität zu steigern. Untersucht wird, ob regelmäßiges Ausdauertraining diese verbessern und Erschöpfung reduzieren kann – und welche Art von Training am effektivsten ist. Über drei Monate sollen die Teilnehmenden eigenständig ein vorgegebenes Training durchführen und es in einem Trainingstagebuch dokumentieren. Interessierte kontaktieren die Ambulanz für Sportmedizin und Prävention an der Universitätsklinik für Kardiologie und Angiologie Magdeburg unter praeventionsambulanz@med.ovgu.de.
Aufgrund der Unzufriedenheit mit der medizinischen Versorgung entwickeln Patient*innen eigene Strategien im Umgang mit ihrer Long COVID Erkrankung. Dazu gehören Energie- und Ressourcenmanagement, körperliche Aktivität, die Erweiterung von Gesundheitskompetenzen, eine Änderung der Denkweise und Lebenseinstellung, Infektionsschutz sowie die Nutzung von Hilfsmitteln und Ernährungsumstellungen. Dies fanden Forschende der Universitätskliniken Göttingen und Hannover in einer qualitativen Studie […]
weiterlesen„Die Zeit zu handeln ist jetzt. Die Last der Untätigkeit wird weiterhin vielen Menschen großes Leid zufügen und Gesellschaften, Volkswirtschaften und Gesundheitssysteme stark belasten.“ So lautet das Fazit der Erklärung von weltweit führenden Expert*innen, Ärzt*innen, Gesundheitsdienstleister*innen und Wissenschaftler*innen zu den Herausforderungen von ME/CFS und Long COVID. In der Deklaration wird gefordert, die biomedizinische Forschung deutlich […]
weiterlesenIn einer US-amerikanischen Studie wurden in einer Gruppe von Long COVID-Patient*innen mit anhaltendem Brainfog und kognitiven Problemen zwei veränderte, das Gehirn betreffende Biomarker festgestellt. Mit diesen im Blut messbaren Merkmalen einher gehen eine geringere Stressanpassungsfähigkeit des Gehirns sowie erhöhte Entzündungswerte. Darüber hinaus wiesen die Erkrankten deutliche Schwächen der sogenannten „Phonematischen Flüssigkeit“ auf. Sie hatten Schwierigkeiten, […]
weiterlesenWissenschaftler*innen der Universitätsmedizin Mainz entwickelten einen fragebogenbasierten Test zum Ausschluss eines Post COVID-Syndroms. Dazu werden insgesamt 21 Langzeitsymptome einer SARS-CoV-2-Infektion untersucht. Bei einem negativen Ergebnis könne mit hoher Wahrscheinlichkeit davon ausgegangen werden, dass kein Post COVID-Syndrom vorliegt. Das Forschungsteam untersuchte Daten von 942 Personen aus der bevölkerungsbasierten Gutenberg-COVID-19-Studie der Universitätsmedizin Mainz mittels künstlicher Intelligenz (KI). […]
weiterlesenUnter dem Motto „Gemeinsam stark für NRW“ will sich die Long COVID-Selbsthilfe zukünftig in einem Landesverband organisieren. Ziel ist es, ein gemeinsames Sprachrohr für Betroffene zu schaffen, politische Anliegen zu bündeln und den Austausch sowie die Zusammenarbeit der Gruppen im Land zu stärken. Die Long COVID-Selbsthilfe in Nordrhein-Westfalen ist einen großen Schritt vorangekommen. Am 10. […]
weiterlesenHochdosiertes Vitamin B3 beschleunigt die Genesung bei leichter bis mittelschwerer COVID-19-Infektion
In einer placebokontrollierten klinischen Studie mit 900 COVID-19-Patient*innen konnte mittels der patentgeschützten CICR-NAM-Tablette die Wirksamkeit von gezielt im Darm freigesetztem Nicotinamid gezeigt werden. Nicotinamid ist eine Form von Vitamin B3 und kann das Darmmikrobiom positiv beeinflussen, Vitaminmangel ausgleichen und bestimmte Stoffwechselprozesse verstärken. Die behandelten Erkrankten erlangten innerhalb von zwei Wochen schneller ihre normale körperliche Leistungsfähigkeit im Alltag zurück als Proband*innen, die ein Placebo erhielten. Das Forscherteam konnte bei der Nachbefragung nach sechs Monaten beobachten, dass Patient*innen, die ein höheres Risiko für Post COVID hatten und auf Nicotinamid ansprachen, weniger Post COVID-Symptome zeigten, wenn sie rechtzeitig behandelt wurden.
Hinweis: das Medikament ist nicht geeignet, Long COVID zu heilen. Es kann jedoch dabei unterstützen, dass nach einer COVID-19-Infektion weniger Post COVID-Symptome entstehen.
Zur Studie: https://www.nature.com/articles/s42255-025-01290-1
Multizentrisches Trainingskonzept soll Versorgung von Familien verbessern
Unter Leitung der Medizinischen Hochschule Hannover soll onlinebasiert bei betroffenen Familien, medizinischem Fachpersonal sowie Schulpersonal Fachwissen vermittelt und der gegenseitige Austausch gefördert werden. Neben Basiswissen zu Long COVID und ME/CFS werden Themen wie Pacing, Selbstreflexion und Entspannungstechniken sowie Sozialrecht und Möglichkeiten des Homeschoolings vermittelt. Für das medizinische Fachpersonal umfasst das Programm u.a. auch Diagnostik und Behandlungsmöglichkeiten. Dem Schulpersonal werden grundlegende Kenntnisse zu Long COVID vermittelt und Alternativen zum traditionellen Präsenzunterricht diskutiert. Das Projekt ist Teil des bundesweiten Verbundprojekts PEDNET-LC und wird vom Bundesgesundheitsministerium über einen Zeitraum von vier Jahren mit rund 450.000 Euro gefördert.
Mehr unter: https://idw-online.de/de/news853122