Long COVID-News

Wir recherchieren und veröffentlichen aktuelle, qualitätsgesicherte Informationen zum Stand der Forschung und zu Therapie- und Rehabilitationsmöglichkeiten beim Long COVID-Syndrom.

Veranstaltung

Long COVID-Symposium der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung (DZG)

Am 9. Mai 2025 diskutierten in Frankfurt am Main Wissenschaftler*innen verschiedener medizinischer Fachgebiete darüber, wie sich Long COVID auf Organe wie Herz, Lunge und Nervensystem und auf das Leben der Betroffenen auswirkt. Das Symposium bündelte die Expertise der Deutschen Zentren der Gesundheitsforschung. Dabei wurden unter anderem Themen zum Herz-Kreislauf-System, Stoffwechsel, zu neurologischen Langzeitfolgen, psychischer Gesundheit, Lunge und Luftnot, Infektiologie und Immunologie sowie Kinder- und Jugendgesundheit vorgestellt.

Zur Aufzeichnung (in englischer Sprache): https://www.youtube.com/live/egXh7hWjXOg

Forschung

Long COVID-Symptome bei Kleinkindern

Long COVID-Symptome bei Kindern, Kleinkindern oder im Vorschulalter können sich von den Symptomen bei Erwachsenen und älteren Kindern unterscheiden. Die Ergebnisse einer US-amerikanischen Studie aus Bosten zeigten, dass Säuglinge und sehr junge Kinder (< 2 Jahre) eher unter Schlafproblemen, schlechtem Appetit, Husten und Atemnot litten. Kinder im Vorschulalter (3 bis 5 Jahre) hingegen hatten eher trockenen Husten und Tagesmüdigkeit bzw. weniger Energie im Alltag.

Zum Bericht: https://jamanetwork.com/journals/jamapediatrics/article-abstract/2834480

Forschung

Lungenerkrankung

Forschende an der University of Virginia School of Medicine, USA, haben 110 Long COVID-Patient*innen untersucht, von denen die meisten zuvor mit schwerem COVID-19 ins Krankenhaus eingeliefert und viele während ihres Aufenthalts beatmet wurden. Im Blut dieser Patient*innen wurden unterschiedliche Veränderungen des Immunsystems festgestellt, die mit der Schwere der jeweiligen Lungenschäden in Verbindung standen. Dabei zeigte die beobachtete Vielfalt von Immunmustern, wie unterschiedlich die zugrunde liegenden „Treiber“ von Long COVID sein können – sogar bei Patienten mit dem gleichen Symptom. Durch diese Erkenntnisse ließen sich laut Forscherteam zukünftig maßgeschneiderte und effektivere Behandlungen von Lungenkomplikationen bei Long COVID entwickeln.

Mehr unter: https://www.nature.com/articles/s41590-025-02110-0

Forschung

Vortrag zur Nikotinpflaster-Therapie beim Long COVID-Syndrom

Im Juni berichteten wir in den Long COVID-News darüber, dass Nikotinpflaster Long COVID-Symptome lindern könnten. Am 14. August 2025 hat Dr. med. Marco Leitzke vom Helios Park-Klinikum Leipzig nun in einem Vortrag Mechanismen, Zusammenhänge und Praxisanwendung der Nikotinpflastertherapie vorgestellt. Ein Mitschnitt des Livestreams ist auf dem YouTube-Kanal des Helios Park-Klinikums Leipzig verfügbar.

Zum Vortrag: https://www.youtube.com/live/E0Yb6FLEzR8

Studienteilnahme

Studie in Chemnitz zum beruflichen Wiedereingliederungsprozess von Post COVID-Patient*innen, die im Gesundheitsdienst tätig sind

Post COVID kann zu teils erheblichen Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit führen – mit negativen Auswirkungen auf den beruflichen Wiedereingliederungsprozess (RTW). Ziel des Forschungsprojektes ist es, zu verstehen, wie dieser RTW-Prozess verläuft und welche Faktoren diesen Prozess beeinflussen. Dazu sollen 123 betroffene Arbeitnehmer*innen in Gesundheitsberufen mit Pflege- und Versorgungsverantwortung untersucht werden. In der Studie werden Daten zum Krankheitsverlauf, zu Schutz- und Risikofaktoren sowie zur Arbeitsfähigkeit erhoben. Interessierte wenden sich an Iris Poppele an der TU Chemnitz über die E-Mail iris.poppele@hsw.tu-chemnitz.de oder telefonisch unter 0371 531-35130.

Studienteilnahme

Studie in Chemnitz untersucht gesundheitsförderliche Bewegung bei Post COVID-Patient*innen

In dem Forschungsvorhaben sollen Hinweise darauf gesammelt werden, welche Faktoren das Aktivitätsverhalten von Post COVID-Patient*innen fördert bzw. hemmt. Dazu wird die Aktivität im Alltag über 12 Monate zu 4 Zeitpunkten im Abstand von 3 Monaten gemessen. Zu jedem Messzeitpunkt werden standardisierte Fragebögen, Daten zu Soziodemografie, COVID-19 Historie, Post COVID-Symptomatik, biopsychosozialen Parametern (z.B. Selbstwirksamkeit und soziale Unterstützung) u.a.m. erfasst. Die Bewegungsdaten werden mit einem Bewegungssensor gemessen und mit elektronischen Tagebuchabfragen kombiniert. Interessierte wenden sich an Iris Poppele an der TU Chemnitz über die E-Mail iris.poppele@hsw.tu-chemnitz.de oder telefonisch unter 0371 531-35130.

Studienteilnahme

Universitätskliniken Regensburg, Gießen und Marburg erforschen gemeinsam ME/CFS

ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronic Fatigue Syndrom) wird oft spät oder falsch diagnostiziert und Patient*innen kämpfen oft jahrelang mit Fehldiagnosen wie Burnout oder Depression, weil es keine objektiven Tests gibt. Das Projekt „Miracle“ hat unter anderem zum Ziel, die genauen Mechanismen zu erforschen, die zu ME/CFS führen sowie sogenannte Biomarker (messbare Merkmale) zu identifizieren, welche die Diagnose erleichtern und eine noch zielgerichtetere Behandlung ermöglichen. Mit Hilfe von künstlicher Intelligenz (KI) werden die Ergebnisse analysiert, um Zusammenhänge besser zu verstehen. Hausbesuche ermöglichen es, dass auch bettlägerige Patient*innen an der Studie teilnehmen können. Bei Interesse oder Fragen kontaktieren Sie das Studienteam unter der E-Mail miracle@ukr.de. Bitte nur bei dringenden Fragen auch telefonisch unter 0941 944 17526.

Studienteilnahme

Technische Universität Dresden untersucht die Entwicklung von Erschöpfungssymptomen

Im Rahmen der „CovEx“-Studie wird untersucht, welche Personen nach einer akuten COVID-19-Infektion oder im weiteren Verlauf Erschöpfungssymptome entwickeln. Untersucht werden sowohl psychologische als auch biologische Marker. Um besser zu verstehen, welche Faktoren während und nach der akuten Infektionsphase zu Post-COVID-Erschöpfungssymptomen führen, werden Betroffene mit Post COVID-Symptomatik gesucht. Die Studienteilnahme beinhaltet einen digital auszufüllenden Fragebogen zur Erschöpfungssymptomatik sowie eine Teilnahme vor Ort. Interessierte finden mehr Informationen unter https://digitalhealth.tu-dresden.de/people/magdalena-wekenborg/. Sie können sich auf direkt an das Forschungsteam wenden: studie.digitalmed@mailbox.tu-dresden.de.

Versorgung

In den gesammelten Berichten des Verbundprojektes OptiCIRS – geleitet von der Techniker Krankenkasse und der Deutschen Gesellschaft für Patientensicherheit – schilderten Betroffene und Angehörige vielfältige Mängel in der Versorgung. Besonders auffällig sind fehlende funktionierende Versorgungsstrukturen und mangelnde kompetente Ansprechpartner*innen in Medizin und Rehabilitation. Über die Hälfte (56 Prozent) der Teilnehmenden gab an, dass sich ihr Gesundheitszustands aufgrund ärztlich verordneter oder empfohlener Behandlungen verschlechtert habe.

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Therapie

In einer Placebo-kontrollierten klinischen Studie mit 259 Teilnehmenden wurde nachgewiesen, dass die intranasale Gabe von Chlorphenamin die Viruslast einer SARS-COV-2-Infektion verringert. Ebenso zeigte sich, dass die Entstehung von milden Long COVID-Symptomen wie Fatigue, Brain Fog, Konzentrationsschwierigkeiten sowie Einschränkungen im Alltag damit signifikant reduziert werden können.

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