
Long COVID-News
Wir recherchieren und veröffentlichen aktuelle, qualitätsgesicherte Informationen zum Stand der Forschung und zu Therapie- und Rehabilitationsmöglichkeiten beim Long COVID-Syndrom.
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Bundesgesundheitsministerin Warken will Long-COVID-Betreuung für Jugendliche ausweiten
Nicht nur Erwachsene sind von Long COVID betroffen: Auch Kinder und Jugendliche leiden noch lange nach einer COVID-Infektion unter Beschwerden. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken will nun die Betreuung von Kindern und Jugendlichen mit Long COVID ausbauen. Dafür soll ein breites Netz entstehen, das junge Menschen deutschlandweit versorgt. Schon jetzt gibt es das bundesweite Projekt „Pednet-LC“, in dem 65 Kliniken und Forschungsinstitute zusammen an der Verbesserung der Diagnostik und Behandlung von Kindern und Jugendlichen arbeiten. Zentraler Bestandteil sind 20 interdisziplinär arbeitende Forschungszentren. Bis Ende 2028 fördert das Bundesgesundheitsministerium das Projekt mit rund 41 Millionen Euro.
Zum Artikel: https://www.aerzteblatt.de/news/warken-will-long-covid-betreuung-fur-jugendliche-ausweiten
Immunologische Erklärung für Long COVID: daueraktive Monozyten
Eine aktuelle Studie des Centre for Individualised Infection Medicine, dem Zentrum für Individualisierte Infektionsmedizin in Hannover, hat einen wichtigen Baustein bei der Suche nach den Ursachen von Long COVID identifiziert. Bei Betroffenen ist demnach eine bestimmte Art von weißen Blutkörperchen (CD14⁺Monozyten) dauerhaft aktiviert, was einen andauernden, systemischen Entzündungsprozess verursacht. Dieser korrelierte mit typischen Symptomen wie Fatigue, Atemnot bei Belastung, eingeschränkter Lungenfunktion sowie Leistungseinbrüchen. Das Fazit der Forscher*innen: Long COVID sei biologisch erklärbar und beruhe vermutlich wesentlich auf einer systemischen Immunfehlregulation, die sich in dem Aktivierungszustand einer bestimmten Gruppe Monozyten zeigt, die Teil des angeborenen Immunsystems sind.
Forschende entdecken Parallelen zwischen Long COVID und Alzheimer
Eine aktuelle Studie der NYU Grossman School of Medicine zeigt, dass bei Menschen mit Long COVID der sogenannte Plexus Choroideus, ein Gefäßsystem im Gehirn, das Hirnwasser produziert, verändert ist: Er ist vergrößert, aber schlechter durchblutet. Diese Veränderungen gehen mit erhöhten Plasmakonzentrationen verschiedener neurodegenerativer Marker im Blut einher, die auch bei Menschen mit Alzheimer vorkommen. Im nächsten Schritt wollen die Forschenden die Patient*innen weiter beobachten, um herauszufinden, ob sich an den Veränderungen im Gehirn ablesen lässt, wer langfristig kognitive Beeinträchtigungen entwickelt.
Zum Artikel: https://www.aerzteblatt.de/news/long-covid-plexus-choroideus-pathologie-und-parallelen-zur-alzheimerkrankheit
Robert Koch-Institut veröffentlicht Bestandsaufnahme zu Langzeitfolgen von SARS-CoV-2-Infektionen
Laut einer im Februar veröffentlichten Studie des Robert Koch-Instituts sind etwa zehn bis 15 Prozent aller Erwachsenen, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben, von Long-COVID-Symptomen betroffen. Ausschlaggebend für das Auftreten der Symptome sind gesundheitliche Vorbelastungen, die Virusvariante, der Impfstatus, aber auch soziodemografische Faktoren. Bei einem Großteil der Betroffenen bilden sich die Symptome jedoch innerhalb eines Jahres zurück. Halten Beschwerden länger an, führt das zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität und Teilhabe sowie zu erhöhtem medizinischem Versorgungsbedarf. Der Bericht wurde basierend auf fortlaufender Literaturrecherche zusammengestellt.
Zum Bericht: https://edoc.rki.de/handle/176904/13415
Studie in Chemnitz untersucht tagesaktuelle Symptomschwankungen im Alltag von Post COVID-Betroffenen
Post COVID-Betroffene berichten häufig von stark schwankenden Symptomen und Belastungsgrenzen im Alltag. Die Studie „Zum Einfluss der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz auf die habituelle körperliche Aktivität von Patient:innen mit Post-COVID“ der TU Chemnitz untersucht mittels einer Smartphone-App diese Symptomschwankungen im Alltag und welchen Einfluss biopsychosoziale Ressourcen sowie alltägliche körperliche Belastung darauf haben. Die Studie besteht aus 3 Messzeitpunkten im Abstand von 6 Monaten.
Interessierte wenden sich bitte sehr gern an Iris Poppele an der TU Chemnitz – über die E-Mail iris.poppele@hsw.tu-chemnitz.de oder telefonisch unter 0371 531-35130.
Chemnitz: Studie untersucht beruflichen Wiedereingliederungsprozess von Post COVID-Patient*innen im Gesundheitsdienst
Post COVID kann zu erheblichen Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit führen – mit negativen Auswirkungen auf den beruflichen Wiedereingliederungsprozess. Ziel des Forschungsprojektes „Analyse biopsychosozialer Determinanten innerhalb des Return-to-Work Prozesses von post-COVID Patientinnen und Patienten“ ist es, förderliche und hinderliche Faktoren für eine erfolgreiche Wiedereingliederung zu erfassen. Die Studie besteht aus 3 Messzeitpunkten im Abstand von 6 Monaten.
Aktuell werden verstärkt männliche Teilnehmer gesucht, die im Gesundheitsdienst arbeiten. Interessierte wenden sich bitte sehr gern an Iris Poppele an der TU Chemnitz – über die E-Mail iris.poppele@hsw.tu-chemnitz.de oder telefonisch unter 0371 531-35130.
Online-Umfrage zur Betroffenenperspektive von Kindern und Jugendlichen mit Post COVID
KidsCarePVS sucht junge Menschen bis 20 Jahre, bei denen eine postvirale Erkrankung ärztlich diagnostiziert wurde. Ausgangspunkt ist die Vermutung, dass sich ihre Erfahrungen mit der Erkrankung und der Behandlung von denen erwachsener Patient*innen unterscheiden. Im Kern stehen die Fragen, welche Symptome den Alltag beeinträchtigen, welche Angebote Betroffene nutzen, was hilft und was fehlt. Die Umfrage dauert ca. 45 bis 60 Minuten und kann online ausgefüllt werden. Nach sechs, zwölf und 18 Monaten gibt es weitere Fragebögen. Mehr Infos und die Möglichkeit der Teilnahme finden Sie hier: https://mcfc.mri.tum.de/de/ueber-uns/pressemitteilungen/aufruf-zur-teilnahme-einer-umfrage-zur-betroffenenperspektive
Zahlreiche Long COVID-Betroffene nahmen an der im April 2025 durchgeführten Online-Befragung teil. Diese führte die BAG SELBSTHILFE in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für Pneumologische Rehabilitation an der Schön Klinik Berchtesgadener Land durch. Hierfür möchten wir allen Teilnehmenden nochmals danken! Die meisten Befragten berichteten von einer langwierigen und als unzureichend empfundenen Versorgung. Demnach beschrieben 97 % […]
weiterlesenEin Forschungsteam von der Columbia University in New York hat untersucht, wie ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) mit langfristigen Entzündungen und Immunreaktionen zusammenhängt. Die Studie zeigt bei den Betroffenen eine fehlregulierte Immunantwort auf Infektionen und eine verstärkte angeborene Immunreaktion auf Mikroben. Die Ergebnisse könnten helfen, gezielte Behandlungen für ME/CFS und ähnliche postinfektiöse Syndrome zu entwickeln.
weiterlesenWissenschaftler*innen der Augenklinik des Uniklinikums Erlangen setzten nach den ernüchternden Ergebnissen einer Phase II-Studie in 2024 die Forschung mit dem Wirkstoff BC007 fort. Nun wurden in einer weiteren Phase IIa-Studie signifikante Verbesserungen der Long COVID-Symptomatik und der Lebensqualität festgestellt. Dies betrifft Patient*innen, bei denen neben einer ausgeprägten Fatigue auch eine Autoimmun-Auffälligkeit festgestellt wurde.
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