Long COVID-News

Wir recherchieren und veröffentlichen aktuelle, qualitätsgesicherte Informationen zum Stand der Forschung und zu Therapie- und Rehabilitationsmöglichkeiten beim Long COVID-Syndrom.

Forschung

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt will mit der „Nationalen Dekade“ die Forschung zu Long COVID und ähnlichen Erkrankungen vorantreiben. Über die kommenden zehn Jahre werden 500 Millionen Euro in verschiedene Forschungsprojekte und Studien investiert.

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Forschung
Aula Medica, Solna campus © Ulf Sirborn

Eine Studie des Karolinska-Instituts hat langfristige gesundheitliche Auswirkungen von Menschen untersucht, die nie wegen ihrer COVID-19-Infektion im Krankenhaus waren. Unter denjenigen mit mildem Verlauf, die wegen anhaltender Beschwerden Hilfe suchen, blieben Symptome häufig lange bestehen.

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Forschung

Ein Überblicksartikel von Forscher*innen der Vanung University Taiwan im Fachmagazin „Frontiers in Rehabilitation Sciences“ fasst aktuelle Erkenntnisse zu Rehabilitation bei Long COVID zusammen. Ein besonderer Fokus liegt auf dem Human Factors Engineering (HFE) – einem Ansatz, der Therapien nutzerfreundlicher und individuell anpassbar macht.

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Forschung

Forscher*innen aus Shanghai haben in einem Kommentar in der Fachzeitschrift „Frontiers in Medicine“ aktuelle Erkenntnisse zu Long COVID analysiert. Die Grundfrage: Welche biologischen Mechanismen treiben die Erkrankung voran und welche Therapieansätze werden derzeit erforscht?

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Rehabilitation

Mediziner*innen schätzen Möglichkeiten und Grenzen von Reha bei ME/CFS ein

In einem Artikel des Deutschen Ärzteblatts geben mehrere Mediziner ihre Einschätzung zur Wirksamkeit von Reha bei ME/CFS ab. Dabei wird deutlich, dass klassische Rehabilitationsansätze an Grenzen stoßen: Insbesondere belastungssteigernde Therapien können Symptome verschlechtern, da bereits geringe Anstrengung zu massiven Einbrüchen führen kann. Entsprechend plädieren Fachleute für große Vorsicht und individuell angepasste Konzepte. Zugleich wird die unzureichende Evidenzlage betont – und der Bedarf an besserer Forschung und Versorgung hervorgehoben.

Zum Artikel: https://www.aerzteblatt.de/archiv/rehabilitation-ist-eine-reha-bei-me-cfs-sinnvoll

Recht

COVID-19-Erkrankungen werden in vielen Fällen als Berufskrankheit oder Arbeitsunfall anerkannt

Etwa 63 Prozent der als Arbeitsunfall oder Berufskrankheit gemeldeten COVID-19-Fälle wurden auch als solche anerkannt. Das berichtet das Deutsche Ärzteblatt. Anlass für die Information war eine Kleine Anfrage der Fraktion „Die Linke“ im Bundestag. Voraussetzung für die Anerkennung ist ein klarer beruflicher Zusammenhang zur Infektion mit dem Coronavirus – zum Beispiel durch engen Kontakt mit infizierten Personen im Arbeitsumfeld. Besonders betroffen sind davon Menschen, die im Gesundheits- und Pflegebereich arbeiten.

Zum Artikel:https://www.aerzteblatt.de/news/hohe-anerkennungsrate-von-covid-19-erkrankungen-als-berufskrankheit-oder-arbeitsunfall

Veranstaltung

Bericht vom ersten LongCARE-Symposium: Fortschritte bei Forschung und Versorgung von Long COVID

Im Januar fand das erste LongCARE-Symposium statt. 160 Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Klinik und Versorgungsforschung kamen zusammen, um über aktuelle Erkenntnisse zu Long und Post COVID und ME/CFS zu diskutieren. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken eröffnete die Veranstaltung. Im Zentrum standen unter anderem neue Ansätze zur Falldefinition, etwa durch Biomarker oder genetische Faktoren – und die Bedeutung der Verknüpfung verschiedener Datenquellen. Außerdem stellten mehr als 30 seit 2024 vom Bundesgesundheitsministerium geförderte Forschungsprojekte erste Ergebnisse vor. Deutlich wurde aber auch, dass es trotz Fortschritten weiterhin große Versorgungslücken gibt und evidenzbasierte Therapieempfehlungen fehlen.

Zum Bericht: https://www.longcare.tmf-ev.de/longcare-news/longcare-symposium-2026-pressemitteilung

Forschung

Long COVID und ME/CFS: Stigmatisierung überwinden – Krankheit ernst nehmen

Menschen mit Long COVID und ME/CFS kämpfen oft nicht nur mit den Symptomen, sondern auch mit Stigmatisierung und der Psychologisierung ihrer Erkrankung. Dass sich Betroffene gegen die Psychologisierung wehren – also dagegen, dass ihre Symptome nur mit psychischen Ursachen erklärt werden – liegt laut der Psychologin Ronja Büchner (Uni Leipzig) aber nicht daran, dass psychische Erkrankungen allgemein stigmatisiert werden. Beim Kongress der Gesellschaft für Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde verweist sie auf Ergebnisse einer noch unveröffentlichten Befragung, aus der hervorgeht, dass die Ablehnung der Psychologisierung und das allgemeine Stigma von psychischen Erkrankungen in keinem Zusammenhang stehen.

Zum Artikel: https://www.aerzteblatt.de/news/long-covid-und-mecfs-diskussion-um-stigmatisierung-und-krankheitsgenese

Forschung

Gerinnungsstörungen nach Impfung liegt an fehlgeleitetem Immunsystem

In seltenen Fällen kann eine vektorbasierte COVID-19-Impfung zu Gerinnungsstörungen führen, der sogenannten vakzin-induzierten Immunthrombozytopenie und Thrombose, kurz VITT. Ein internationales Team um Jing Jing Wang von der Flinders University in Adelaide, Australien, hat nun herausgefunden, dass ein fehlgeleitetes Immunsystem für die Entstehung einer VITT verantwortlich ist. Eine VITT kann entstehen, wenn Menschen wiederholt Adenoviren ausgesetzt sind – durch Impfung oder Infektion. Allerdings entstehe diese nur bei Menschen, die eine spezifische, vererbbare Version eines bestimmten Antikörpergens tragen. Die Ergebnisse könnten helfen, sicherere Adenovirusvektor-basierte Impfstoffe zu entwickeln.

Zum Artikel: https://www.aerzteblatt.de/news/mechanismus-hinter-vitt-nach-coronaimpfung-aufgezeigt

Recht

Teilerfolg einer Klage gegen Astrazeneca nach Coronaimpfung

Eine Zahnärztin hatte geklagt, nachdem sie nach ihrer Impfung mit einem Astrazeneca-Impfstoff auf einem Ohr nicht mehr hören konnte. Sie ist überzeugt, dass die Impfung die Ursache für den Hörverlust war und fordert von Astrazeneca Auskunft zu Wirkungen und Nebenwirkungen des Impfstoffs und zudem Schadensersatz. Bislang war sie mit ihrer Klage nicht erfolgreich. Jetzt hat der Bundesgerichtshof ein Urteil des Oberlandesgerichts Koblenz aufgehoben. Letzteres hatte zuvor auf das laut Europäischen Arzneimittelagentur (EMA) „positive Nutzen-Risiko-Verhältnis“ verwiesen. Nun muss die Klage neu verhandelt und geprüft werden.

Zum Artikel: https://www.aerzteblatt.de/news/teilerfolg-fur-klage-gegen-astrazeneca-nach-coronaimpfung

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