Long COVID-News

Wir recherchieren und veröffentlichen aktuelle, qualitätsgesicherte Informationen zum Stand der Forschung und zu Therapie- und Rehabilitationsmöglichkeiten beim Long COVID-Syndrom.

Forschung

Robert Koch-Institut veröffentlicht Bestandsaufnahme zu Langzeitfolgen von SARS-CoV-2-Infektionen

Laut einer im Februar veröffentlichten Studie des Robert Koch-Instituts sind etwa zehn bis 15 Prozent aller Erwachsenen, die sich mit SARS-CoV-2 infiziert haben, von Long-COVID-Symptomen betroffen. Ausschlaggebend für das Auftreten der Symptome sind gesundheitliche Vorbelastungen, die Virusvariante, der Impfstatus, aber auch soziodemografische Faktoren. Bei einem Großteil der Betroffenen bilden sich die Symptome jedoch innerhalb eines Jahres zurück. Halten Beschwerden länger an, führt das zu erheblichen Einschränkungen der Lebensqualität und Teilhabe sowie zu erhöhtem medizinischem Versorgungsbedarf. Der Bericht wurde basierend auf fortlaufender Literaturrecherche zusammengestellt.

Zum Bericht: https://edoc.rki.de/handle/176904/13415

Studienteilnahme

Studie in Chemnitz untersucht tagesaktuelle Symptomschwankungen im Alltag von Post COVID-Betroffenen

Post COVID-Betroffene berichten häufig von stark schwankenden Symptomen und Belastungsgrenzen im Alltag. Die Studie „Zum Einfluss der bewegungsbezogenen Gesundheitskompetenz auf die habituelle körperliche Aktivität von Patient:innen mit Post-COVID“ der TU Chemnitz untersucht mittels einer Smartphone-App diese Symptomschwankungen im Alltag und welchen Einfluss biopsychosoziale Ressourcen sowie alltägliche körperliche Belastung darauf haben. Die Studie besteht aus 3 Messzeitpunkten im Abstand von 6 Monaten.
Interessierte wenden sich bitte sehr gern an Iris Poppele an der TU Chemnitz – über die E-Mail iris.poppele@hsw.tu-chemnitz.de oder telefonisch unter 0371 531-35130.

Studienteilnahme

Chemnitz: Studie untersucht beruflichen Wiedereingliederungsprozess von Post COVID-Patient*innen im Gesundheitsdienst

Post COVID kann zu erheblichen Einschränkungen in der Arbeitsfähigkeit führen – mit negativen Auswirkungen auf den beruflichen Wiedereingliederungsprozess. Ziel des Forschungsprojektes „Analyse biopsychosozialer Determinanten innerhalb des Return-to-Work Prozesses von post-COVID Patientinnen und Patienten“ ist es, förderliche und hinderliche Faktoren für eine erfolgreiche Wiedereingliederung zu erfassen. Die Studie besteht aus 3 Messzeitpunkten im Abstand von 6 Monaten.
Aktuell werden verstärkt männliche Teilnehmer gesucht, die im Gesundheitsdienst arbeiten. Interessierte wenden sich bitte sehr gern an Iris Poppele an der TU Chemnitz – über die E-Mail iris.poppele@hsw.tu-chemnitz.de oder telefonisch unter 0371 531-35130.

Studienteilnahme

Online-Umfrage zur Betroffenenperspektive von Kindern und Jugendlichen mit Post COVID

KidsCarePVS sucht junge Menschen bis 20 Jahre, bei denen eine postvirale Erkrankung ärztlich diagnostiziert wurde. Ausgangspunkt ist die Vermutung, dass sich ihre Erfahrungen mit der Erkrankung und der Behandlung von denen erwachsener Patient*innen unterscheiden. Im Kern stehen die Fragen, welche Symptome den Alltag beeinträchtigen, welche Angebote Betroffene nutzen, was hilft und was fehlt. Die Umfrage dauert ca. 45 bis 60 Minuten und kann online ausgefüllt werden. Nach sechs, zwölf und 18 Monaten gibt es weitere Fragebögen. Mehr Infos und die Möglichkeit der Teilnahme finden Sie hier: https://mcfc.mri.tum.de/de/ueber-uns/pressemitteilungen/aufruf-zur-teilnahme-einer-umfrage-zur-betroffenenperspektive

Statistik

Zahlreiche Long COVID-Betroffene nahmen an der im April 2025 durchgeführten Online-Befragung teil. Diese führte die BAG SELBSTHILFE in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für Pneumologische Rehabilitation an der Schön Klinik Berchtesgadener Land durch. Hierfür möchten wir allen Teilnehmenden nochmals danken! Die meisten Befragten berichteten von einer langwierigen und als unzureichend empfundenen Versorgung. Demnach beschrieben 97 % […]

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Forschung

Ein Forschungsteam von der Columbia University in New York hat untersucht, wie ME/CFS (Myalgische Enzephalomyelitis/Chronisches Fatigue-Syndrom) mit langfristigen Entzündungen und Immunreaktionen zusammenhängt. Die Studie zeigt bei den Betroffenen eine fehlregulierte Immunantwort auf Infektionen und eine verstärkte angeborene Immunreaktion auf Mikroben. Die Ergebnisse könnten helfen, gezielte Behandlungen für ME/CFS und ähnliche postinfektiöse Syndrome zu entwickeln.

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Therapie

Wissenschaftler*innen der Augenklinik des Uniklinikums Erlangen setzten nach den ernüchternden Ergebnissen einer Phase II-Studie in 2024 die Forschung mit dem Wirkstoff BC007 fort. Nun wurden in einer weiteren Phase IIa-Studie signifikante Verbesserungen der Long COVID-Symptomatik und der Lebensqualität festgestellt. Dies betrifft Patient*innen, bei denen neben einer ausgeprägten Fatigue auch eine Autoimmun-Auffälligkeit festgestellt wurde.

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Recht

Das Sozialgericht Speyer urteilte im Juni 2025, dass bei dem am Post COVID-Syndrom erkrankten Kläger eine organisch-psychische Störung vorliegt, die in ihrer Gesamtheit mit einem GdB von 50 zu bewerten sei. Dies sei in Anbetracht der nahezu nicht mehr vorhandenen Funktionalität des Klägers bei aufgegebener Berufstätigkeit gerechtfertigt.

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Forschung

Eine Studie der Stiftung Deutsche Depressionshilfe und Suizidprävention zeigt, dass psychische Symptome sowohl nach einer SARS-CoV-2-Infektion (Long COVID) als auch nach einer COVID-19-Impfung (Post Vac) mit über 12 Prozent relativ häufig sind. Hierdurch bestehe die Gefahr, dass eine eigenständige, bereits zuvor zugrundeliegende Depression übersehen bzw. falsch diagnostiziert wird, was zu einer verzögerten Behandlung führen kann. Weitere Forschung sei daher erforderlich, um geeignete Diagnose- und Behandlungsstrategien entwickeln zu können.

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Forschung

Oxidativer Stress ist gemeinsames Merkmal bei ME/CFS und Long COVID-Betroffenen

In einer Untersuchung der bioenergetischen Eigenschaften von weißen Blutkörperchen (Lymphozyten) bei 27 ME/CFS- und 20 Long COVID-Patient*innen wurde diese Auffälligkeit festgestellt. Der oxidative Stress führt zu mitochondrialen Schädigungen und einem übermäßigen Energieverbrauch der Lymphozyten, was wiederum zu Müdigkeit führt. Die Ergebnisse deuten auf eine gemeinsame Grundlage für die Krankheitsausprägungen von ME/CFS und Long COVID hin, die durch quantitative Blutzellmessungen nachgewiesen werden könnten. Die Forschenden diskutieren zudem, dass mithilfe von Standard-Lymphozytenstimulationstests künftig patientenindividuelle Medikamente entdeckt werden könnten.

Zur Studie: https://www.pnas.org/doi/10.1073/pnas.2426564122

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