Long COVID-News

Wir recherchieren und veröffentlichen aktuelle, qualitätsgesicherte Informationen zum Stand der Forschung und zu Therapie- und Rehabilitationsmöglichkeiten beim Long COVID-Syndrom.

Statistik

OECD erwartet bis 2035 weiter Milliardenkosten durch Long COVID

Long COVID wird Gesundheitssysteme und Wirtschaft noch lange belasten: Laut einem Bericht der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) könnten die direkten Gesundheitskosten bis 2035 jährlich bei rund elf Milliarden US-Dollar liegen – hinzu kämen indirekte Kosten durch Arbeitsausfälle und Produktivitätsverluste von bis zu 135 Milliarden US-Dollar pro Jahr. Der Bericht zeigt aber auch: Lediglich Australien, Österreich, Kanada und die Niederlande haben eine nationale Long COVID-Strategie. Weiterhin mangelt es an einheitlichen Versorgungswegen und Schulungen für medizinisches Personal. Deutsche Long COVID-Initiativen werden indes als vergleichsweise weit fortgeschritten hervorgehoben.

Zum Artikel:
https://www.aerzteblatt.de/news/oecd-erwartet-bis-2035-weiter-milliardenkosten-durch-long-covid-f3c96f39-24c4-45f7-8741-3f5a1e1634dd

Zum OECD-Report:
https://www.oecd.org/content/dam/oecd/en/publications/reports/2026/03/addressing-the-costs-and-care-for-long-covid_e203e3d0/87a0c171-en.pdf

Statistik

Zahlreiche Long COVID-Betroffene nahmen an der im April 2025 durchgeführten Online-Befragung teil. Diese führte die BAG SELBSTHILFE in Zusammenarbeit mit dem Forschungsinstitut für Pneumologische Rehabilitation an der Schön Klinik Berchtesgadener Land durch. Hierfür möchten wir allen Teilnehmenden nochmals danken! Die meisten Befragten berichteten von einer langwierigen und als unzureichend empfundenen Versorgung. Demnach beschrieben 97 % […]

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Long COVID führt zu mehr Arbeitsbelastung und Finanzproblemen

In einer Multicenter-Kohortenstudie aus den USA mit 3663 Teilnehmenden berichten Long COVID-Betroffene von Arbeitsbeeinträchtigungen an durchschnittlich mehr als einem Tag pro Woche. Gleichfalls sind sie mit einer höheren wirtschaftlichen Belastung konfrontiert: Menschen mit Long COVID hatten ein rund 5-mal höheres Risiko für Finanzprobleme im Vergleich zu denen, die noch nie an Long COVID erkrankten. Bemerkenswert ist auch, dass bei der Gruppe der geimpften Long COVID-Betroffenen sowohl in punkto Arbeitsbelastung als auch bei finanziellen Problemen niedrigere Raten nachgewiesen wurden. Diese Erkenntnis erweitert die vorteilhafte Rolle der Impfung um den Nutzen bei Finanzen und Beruf.

Zur Studie: https://jamanetwork.com/journals/jamanetworkopen/fullarticle/2837447

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Großbritannien: Die meisten Jugendlichen mit Long COVID haben sich inzwischen erholt

Einer britischen Studie mit 943 (zuvor positiv auf SARS-CoV-2 getesteten) Teenagern zufolge erfüllten nach 3 Monaten noch 243 Teilnehmende (24,7 %) die Kriterien von Long COVID. Nach 24 Monaten waren es lediglich 68 (7,2 %). Die Studie zeigt damit, dass sich 13 von 14 Kindern und Jugendlichen nach zwei Jahren erholt hatten. Sie zeigte allerdings auch, dass ältere Teenager und jene aus sozioökonomisch benachteiligten Regionen häufiger unter anhaltenden Beschwerden litten.

Zur Studie: https://www.nature.com/articles/s43856-024-00657-x

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In Sachsen bisher 28 Fälle von Impfschäden infolge einer COVID-19-Impfung anerkannt

Einen Antrag auf die Anerkennung eines Impfschadens (Post Vac) und finanzielle Unterstützung können diejenigen Menschen stellen, die sechs Monate nach der Impfung noch über Gesundheitsschäden klagen. Dazu gehören unter anderem Myokarditis (Herzmuskelentzündung), Thrombosen oder die Transverse Myelitis, eine seltene neuroimmunologische Erkrankung, bei der es zu einer Entzündung des Rückenmarks kommt. Insgesamt wurden in Sachsen seit Ende 2020 mehr als 7,6 Millionen COVID-19-Impfungen verabreicht. Bis 22. Juli 2024 wurden insgesamt 709 Entschädigungsverfahren registriert.

Mehr unter https://www.aerzteblatt.de/nachrichten/153155/Bislang-28-anerkannte-Coronaimpfschaeden-in-Sachsen?rt=7f1b1b222d11907335dbe23b40671ca0

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Mehr als 67.000 Long COVID-Rehabilitations-Maßnahmen seit 2020

Die Deutsche Rentenversicherung Bund veröffentlichte aktuelle Zahlen: Demnach stieg die Zahl der Behandlungen von 1.350 Rehabilitationsmaßnahmen in 2020 im Folgejahr bereits auf 14.000. Im Jahr 2022 wurden 27.000 Long COVID-bedingte Rehas in Anspruch genommen. 2023 sank diese Zahl leicht – auf 25.000 Unterstützungsmaßnahmen. Zur Einordnung: Die Gesamtzahl von 994.000 medizinischen Rehas im Jahr 2023 zeigt, dass Long COVID-bezogene Rehabilitationen nur einen Bruchteil bedingen.

Mehr unter https://www.rnd.de/politik/corona-mehr-als-67-000-rehas-wegen-long-oder-post-covid-MKKYKEVTKZFBNLBC43MNPSEAMU.html

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Damit wurde bei 7,5 Prozent der bisher bearbeiteten 6230 Anträge ein Gesundheitsschaden durch eine Corona-Impfung behördlich anerkannt. Weitere 5597 Anträge wurden noch nicht bearbeitet. Ursache für den Antragsstau ist ein Mangel an Gutachtern sowie laut Bundesgesundheitsministerium „der in der medizinischen Wissenschaft unvollständige Wissensstand über gesicherte Zusammenhänge zwischen den COVID-19-Impfungen und einzelnen Erkrankungsbildern“. Geimpfte, die sechs Monate nach ihrer Impfung über Gesundheitsschäden klagen, können beim zuständigen Versorgungsamt ihres Bundeslandes die Anerkennung eines Impfschadens sowie eine Entschädigung beantragen.

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Im Jahr 2023 waren deutlich weniger Versicherte der AOK nach einer akuten COVID-19-Infektion wegen Post/Long COVID oder wegen eines chronischen Erschöpfungssyndroms (CFS) krankgemeldet als in den vorherigen Pandemiejahren. Die Dauer der Arbeitsunfähigkeit blieb jedoch im Durchschnitt mit 36,6 Tagen je Fall sehr hoch. Positiv ist, dass die Anzahl der Betroffenen auf 110 je 100.000 Beschäftigte im Dezember 2023 gesunken ist. Noch im März 2022 wurde der Spitzenwert von 416 Erwerbstätigen je 100.000 Beschäftigte verzeichnet.

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Laut Jahresbilanz 2022 der Gesetzlichen Unfallversicherung erreichte die Zahl der Verdachtsanzeigen und Anerkennungen von Berufskrankheiten in 2022 ein Rekordhoch. Hauptgrund hierfür ist der Anstieg von Infektionskrankheiten, zu denen auch COVID-19 zählt. Insgesamt gingen 370.141 Anzeigen auf Verdacht einer Berufskrankheit ein (+ 62,5 Prozent gegenüber 2021). In 199.542 Fällen wurde eine Berufskrankheit anerkannt (eine Steigerung von über 60 Prozent gegenüber 2021), wovon etwa 180.000 hiervon auf COVID-19-Erkrankungen entfielen.

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Die Deutsche Rentenversicherung hat im Jahr 2022 insgesamt 1.088 Erwerbsminderungen im Zusammenhang mit Covid-19 genehmigt. Dabei handelt es sich in 1.000 Fällen um Betroffene von Post COVID. Zum Vergleich: im Jahr 2021 wurden 89 Erwerbsminderungsrenten im Zusammenhang mit SARS-CoV-2-Infektionen bewilligt, 13 davon aufgrund eines Post COVID-Leidens.

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