Immunadsorption bei Post-COVID: Autoantikörper entfernt, Beschwerden nicht verbessert
Eine Immunadsorption, auch als Blutwäsche bezeichnet, hat bei Menschen mit Post-COVID zwar bestimmte Autoantikörper im Blut deutlich reduziert, die Beschwerden aber nicht stärker gelindert als eine Scheinbehandlung. Das zeigt die randomisierte IAMPOCO-Studie der Universitätsmedizin Mainz mit 40 Teilnehmenden. Bei der Immunadsorption werden Autoantikörper aus dem Blut entfernt. Untersucht wurden dabei unter anderem Autoantikörper gegen bestimmte G-Protein-gekoppelte Rezeptoren (GPCR). Obwohl diese durch die Behandlung deutlich reduziert werden konnten, zeigte sich kein messbarer Vorteil bei der Veränderung der Symptomschwere gegenüber der Scheinbehandlung. Die Studie zeigt damit, dass die Entfernung dieser Autoantikörper allein nicht zu einer Verbesserung der Beschwerden führt. Welche Rolle die Antikörper bei Post-COVID tatsächlich spielen, bleibt damit offen.
Zur Studie: https://www.thelancet.com/journals/lanepe/article/PIIS2666-7762(26)00156-0/fulltext
Zu einem einordnenden Artikel: DocCheck: Post-COVID: Schluss mit Wischi-Waschi. (https://www.doccheck.com/de/detail/articles/53932-post-covid-schluss-mit-wischi-waschi)
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