Forschung

Long COVID-Symptome klingen nach einem Jahr ab

Maccabi Healthcare in Rehovot Israel – © photobyphm

Dies ist das Ergebnis einer umfassenden Studie aus Israel, die im Januar 2023 im British Medical Journal (BMJ) veröffentlicht wurde. Untersucht wurden die langfristigen Auswirkungen eines milden SARS-CoV-2-Infektionsverlaufs auf die Gesundheit der Patient*innen. Forscher*innen werteten hierzu Daten von nahezu zwei Millionen elektronischen Patientenakten aus der Datenbank der Maccabi Healthcare Services (MHS), der zweitgrößten Gesundheitsorganisation Israels, aus. Dazu wurden zum einen die Datensätze von rund 300.000 Patient*innen, die zwischen März 2020 und Oktober 2021 positiv auf SARS-CoV-2 getestet wurden, mit denen nicht infizierter Personen ähnlichen Alters und Geschlechts verglichen. Des Weiteren stellte man die Ergebnisse geimpfter und nicht geimpfter Patient*innen gegenüber. Dabei betrachteten die Wissenschaftler*innen Long COVID-Symptome sowohl in der frühen Phase (30–180 Tage nach Infektion), als auch in der späten Phase (180–360 Tage nach Infektion).

Es wurde beobachtetet, dass sich die meisten gesundheitlichen Folgen, die nach einem milden Krankheitsverlauf einer SARS-CoV-2-Infektion auftraten, innerhalb des ersten Jahres wieder normalisierten. Dabei klangen die zunächst auffällig erhöhten Symptome Haarausfall, Brustschmerzen, Husten, Muskelschmerzen und Atemwegserkrankungen am stärksten ab – und dies bereits in der Frühphase.

Diese Beobachtung zeigt, dass ein milder Verlauf bei der überwiegenden Mehrheit der Patient*innen nicht zur chronischen, irreversiblen Langzeiterkrankung führte. Das Risiko für eine bis zu drei Monate anhaltende Atemnot oder Kurzatmigkeit war bei geimpften Patienten mit Durchbruchinfektion im Vergleich zu Ungeimpften Personen signifikant reduziert, bei allen anderen rund 70 betrachteten Symptomen waren die Risiken beider Gruppen vergleichbar.

Weiterführende Informationen:
https://www.bmj.com/content/380/bmj-2022-072529

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